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Bungsberg in Schleswig-Holstein bald nicht mehr „Bumsberg“?

Die höchste Erhebung in Schleswig-Holstein droht zur Lachnummer zu werden! So zumindest die Befürchtung der amtierenden Landesregierung. Aus diesem Grund wird derzeit im Parlament darüber diskutiert, ob der Bungsberg einen neuen Namen erhalten soll.

Bungsberg oder Bumsberg?

Hintergund der Diskussion sind die anhaltenden Witze, die aus dem Namen Bungsberg gerne mal gemacht werden. Insbesondere in Schulen und anderen Lehreinrichtungen wird von einzelnen Schülern im Unterricht immer wieder Bumsberg anstatt Bungsberg gesagt. Die Folge ist regelmäßig ein herzhaftes Lachen der Mitschüler, da Bumsberg gewisse Assoziationen beim Menschen hervorrufen kann. Sie verstehen hoffentlich? Vielfach bekommen sich die Schüler dann aber minutenlang nicht mehr ein und es entstehen zum Teil tumultartige Szenen im Heimat- und Sachunterricht. So wird es zumindest immer wieder aus Lehrerkreisen berichtet. Holger Wurzelmann, der als Lehrer an der Kieler Zwietracht-Gemeinschaftsschule arbeitet, behauptet in diesem Zusammenhang sogar, dass „ein anständiger Geografieunterricht mit dem Bumsberg (eigentlich Bungsberg, Anm. d. Redaktion) in dieser Form nicht möglich sei“. Für diese Behauptung bekommt er auch von vielen seiner Kollegen Rückendeckung.

Höchste Erhebung in Schleswig-Holstein wird zum Problem

Doch nicht nur in Schulen sondern auch auf der Straße und im alltäglichen Leben werden Witze über den lustigen Namen der Erhebung gemacht. „Wie kann man auch nur so blöd sein und den höchsten Berg in Schleswig-Holstein ausgerechnet Bumsberg nennen?!“ protestiert erst letzte Woche eine Rentnerin lautstark vor dem Kieler Landesparlament. Da der Respekt vor der Erhebung in den letzten Jahren noch deutlich abgenommen hat, wird nun also nach Lösungen für das Problem gesucht. Sogar die Sprengung des gesamten Berges wurde zwischenzeitlich in Erwägung gezogen. Dieser Vorschlag ist jedoch mittlerweile wieder vom Tisch, da zuviele Bürger Ihre Besorgnis über die möglichen Folgen geäußert hatten.

Jetzt soll das Volk entscheiden

Als wahrscheinlichste Lösung wird nun ein landesweiter Volksentscheid gehandelt. Es soll also darüber abgestimmt werden, ob der Bungsberg weiterhin Bungsberg bzw. Bumsberg heißen soll oder ob die Mehrheit im Volk einen neuen Namen für den Berg wünscht. Wer sich für einen neuen Namen entscheidet, kann anschließend aus einer Liste seinen Favoriten auswählen. Die Liste setzt sich dabei aus Vorschlägen zusammen, die noch bis zwei Wochen vor Abstimmung beim Landesparlament eingereicht werden können. Laut Pressesprecher des Parlaments gilt „Beischlafhügel“ derzeit als einer der Topfavoriten im Falle einer Umbennenung. „Hier wird Tradition bewahrt und doch etwas Wind aus den Segeln der Spaßmacher genommen“, heißt es aus Regierungskreisen. Ob ein solcher Name tatsächlich Besserung und mehr Respekt im Umgang mit Schleswig-Holsteins höchster Erhebung herbeiführen kann, bleibt allerdings fraglich. Ein Versuch ist es jedoch wert und so dürfen sich die Landesbürger demnächst auf eine Einladung zum Volksentscheid freuen.

Bungsberg Demonstration
„Wir sind das Volk, wir sind der Bungsberg“ Demonstration gegen Bungsberg Namensänderung.

Ob es tatsächlich zu einer Namensänderung des Berges kommt, gilt jedoch keinesfalls als sicher. Bereits seit einigen Wochen formiert sich auch heftiger Wiederstand in weiten Teilen des Landes und es wird vielerorts für einen erhalt des derzeitigen Namens demonstriert. Wir erwarten also mit Spannung den Ausgang dieser historischen Entscheidung!

Der Flamingo

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